Ein Service von
 
 

Ratgeber

Tipps und Tricks: Roadtrip mit dem E-Auto

Tesla Model Y
Tesla Model Y; Quelle: Tyler Casey/unsplash

Ein Roadtrip mit dem Auto ist für viele immer noch eine beliebte Reisemethode. Doch wie sieht es aus, wenn das Fahrzeug elektrisch betrieben wird? Die gute Nachricht ist, dass ein Roadtrip mit dem E-Auto längst kein anstrengendes Abenteuer mit ungewissem Ausgang mehr ist, sondern absolut stressfrei machbar. Mit ein wenig Planung, den richtigen Apps und einer angepassten Einstellung wird die Fahrt zu einem entspannten und vor allem nachhaltigen Erlebnis.

Hier sind die wichtigsten Tipps für deinen perfekten Elektro-Roadtrip:

Die Vorbereitung: Planung ist die halbe Miete

Wer früher einfach ins Auto stieg und losfuhr, sollte beim E-Auto-Roadtrip im Vorfeld etwas Zeit in die Routenplanung investieren.

  • Routenplaner nutzen: Spezielle Apps kalkulieren nicht nur die Strecke, sondern berechnen anhand deines Fahrzeugmodells, der Geschwindigkeit und sogar der Topografie die idealen Ladestopps.
  • Ladekarten und Apps: Verlasse dich nicht auf einen einzigen Anbieter. Lade dir zwei bis drei gängige Lade-Apps (z. B. EnBW mobility+, Ionity oder die Tesla-App, die auch für Fremdmarken geöffnet ist) herunter und hinterlege deine Zahlungsmittel. Eine physische Ladekarte als Backup ist im Ausland oft Gold wert, falls das mobile Internet mal streikt.
  • Destination Charging: Achte bei der Buchung von Hotels oder Ferienwohnungen darauf, ob diese eigene Ladesäulen anbieten. Das Auto über Nacht am Hotel aufzuladen, spart tagsüber wertvolle Urlaubszeit und lässt dich morgens mit voller Reichweite starten.

Unterwegs: Der Weg ist das Ziel

Das Reisen mit dem E-Auto verlangsamt den Alltagstrott. Statt stundenlang durchzupowern, sorgen die Ladestopps für einen gesunden Rhythmus.

  • Nutze die Pausen sinnvoll: Verbinde das Laden mit Aktivitäten. Ein Picknick, ein kleiner Spaziergang am Rasthof oder ein Abstecher zu einer nahegelegenen Sehenswürdigkeit lassen die 20 bis 30 Minuten Ladezeit wie im Flug vergehen.
  • Die 80-Prozent-Regel: Lade am Schnelllader an der Autobahn idealerweise nur bis 80 Prozent. Die letzten 20 Prozent dauern unverhältnismäßig lange, da das Batteriemanagement die Ladeleistung zum Schutz des Akkus drosselt. Fahr lieber weiter und lege später einen weiteren kurzen Stopp ein.
  • Rekuperation nutzen: Ein Roadtrip durch die Berge (z. B. die Alpen) ist für E-Autos ideal. Bergauf verbrauchst du zwar mehr Strom, aber bei der Talfahrt gewinnt das Auto durch die Motorbremse viel Energie zurück. So schmilzt die Reichweitenangst selbst auf langen Passstraßen dahin.

Die richtige Ausstattung

Damit du vor Ort keine bösen Überraschungen erlebst, gehört folgendes Equipment in den Kofferraum (bzw. den Frunk unter der Motorhaube):

  • Typ-2-Kabel: Der absolute Standard für das Laden an öffentlichen Wechselstrom-Säulen (AC), etwa in Städten, an Supermärkten oder bei Hotels.
  • Notladekabel (Ladeziegel): Für die normale Haushaltssteckdose. Es lädt zwar sehr langsam, ist aber im Notfall oder beim Ferienhaus ohne echte Wallbox eine absolute Rettung.
  • Verlängerungskabel: Falls die Steckdose am Ferienhaus etwas weiter entfernt ist, ist ein Verlängerungskabel sinnvoll. Achten Sie dabei unbedingt auf eine ausreichende Absicherung und die Außentauglichkeit des Kabels, da beim Laden über Stunden hohe Dauerlasten auftreten.

Fazit: Ein Roadtrip mit dem E-Auto erfordert lediglich eine kleine Anpassung der Navigation und Pausengestaltung. Wer sich auf den Rhythmus des Fahrzeugs einlässt und die Pausen als integralen Bestandteil des Urlaubs betrachtet, wird schnell feststellen, dass elektrisches Reisen nicht nur leiser und umweltfreundlicher, sondern oft sogar deutlich entspannter ist.